5 Branchen & 40 Aktien: Das perfekte Buy-and-Hold Depot

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Buy-and-Hold Musterdepot mit 40 Aktien
Buy-and-Hold Musterdepot mit 40 Aktien

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Privatanleger haben kaum eine Chance am Aktienmarkt, wenn sie nicht langfristig und sicher investieren. Dabei bedeutet „sicher“ nicht zwingend „konservativ“. Viel eher sollten Privatanleger sich mit den Unternehmen, in die sie investieren, auseinandersetzen und verstehen, von welchen Zukunftstrends diese Unternehmen profitieren könnten. In einem früheren Beitrag haben wir uns bereits mit der Frage beschäftigt, welchen 5 Branchen die Zukunft gehören wird.

Dabei lässt sich die Art und Weise, wie ein solches Depot aufgebaut wird, mit der Branchen-Trendfolge verbinden. Typischerweise hat jeder Sektor seine eigenen Bären- und Bullenmärkte. Innerhalb dieser Märkte sind es vor allem die Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung, die die Entwicklung vorgeben. Anleger sollten innerhalb der einzelnen Sektoren also unbedingt auf die LargeCap Aktien setzen.

Erfahrene Anleger können diese Strategie auch ohne Branchen-ETFs umsetzen. ETFs auf spezielle Branchen sind oft teuer, ineffizient und verfügen über Klumpenrisiken, sodass man sich auch einfach gleich die einzelnen hoch kapitalisierten Aktien kaufen kann. In diesem Beitrag zeigen wir das perfekte Buy-and-Hold Depot mit 5 Gewinner-Branchen für die Zukunft, das aus lediglich 40 einzelnen Aktien besteht.

Branche 1: Pharma & Gesundheit

Die kontinuierliche Überalterung der Gesellschaft schreitet nicht nur in den USA und in Europa voran. Auch in China – lange Zeit ein Land, das die Geburten eher regulieren wollten – zeichnet sich eine bald einsetzende Überalterung an. Länder wie Japan sind hier sogar noch weiter als Deutschland, Frankreich & Co. Ältere Menschen brauchen mehr und bessere gesundheitliche Versorgung. Zudem dürfte das Coronavirus nicht die letzte medizinische Krise sein, die die Menschheit zu meistern hat. Die besten Aktien aus dieser Branche werden daher in unser Musterportfolio mit aufgenommen:

  • Johnson & Johnson (USA, Gesundheitstechnik & Pharma)
  • Eli Lilly (USA, Pharma)
  • ThermoFisher Scientific (USA, Medizintechnik)
  • Sartorius (Deutschland, Laborausstattung)
  • Danaher (USA, Medizintechnik)
  • Stryker (USA, Medizintechnik)

Branche 2: Konsum & Grundversorgung

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist ein essenziell wichtiger Sektor in der weltweiten Wirtschaft. Bis zum Jahr 2050 könnten nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bis zu 10 Mrd. Menschen auf der Welt leben. Diese Menschen wollen essen, trinken, putzen und waschen. Entsprechend sollten Anleger diese tendenziell sehr sichere und konservative Branche in ihren Depots übergewichten. Das sorgt für eine Absicherung nach unten, auch wenn die maximale Rendite dadurch etwas beeinträchtigt wird.

  • Nestlé (Schweiz, Nahrungsmittel)
  • Unilever (Großbritannien, Nahrungsmittel & Haushalt)
  • Coca Cola (USA, Getränke)
  • Pepsi Co (USA, Getränke & Snacks)
  • Church & Dwight (USA, Haushalt)
  • Procter & Gamble (USA, Haushalt)
  • Walmart (USA, Einzelhandel)
  • Mondelez (USA, Nahrungsmittel)
  • Clorox Company (USA, Haushalt)
  • Reckitt Benckiser (Großbritannien, Haushalt)

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Branche 3: Luxus & zyklischer Konsum

Auch wenn die mediale Welt eine andere Wahrnehmung anregt: Der Wohlstand nimmt weltweit kontinuierlich zu. Die Schere zwischen Arm und Reich driftet in den meisten Ländern nur deshalb auseinander, weil die Reichen schneller reicher werden, als die „Ärmeren“. Im Durchschnitt steigen jede Sekunde 5 Menschen weltweit in die Mittelschicht auf. Anleger sollten sich entsprechend positionieren und auf Aktien im Luxusgüter-Segment setzen. Die Renditen der letzten Jahre waren in diesem Bereich gigantisch, weshalb folgende Aktien in unserem Depot nicht fehlen dürfen:

  • Hermes (Frankreich, Textilien & Accessoires)
  • Kering (Frankreich, Textilien & Accessoires)
  • Ferrari (Italien, Automobilbau)
  • LVMH (Frankreich, Textilien & Accessoires)
  • Christian Dior (Frankreich, Textilien & Accessoires)
  • L’Oreal (Frankreich, Kosmetik)
  • Starbucks (USA, Kaffee)

Branche 4: Technologie

Auch wenn Technologieaktien seit dem Tief in der Corona-Pandemie Mitte März 2020 einen sensationellen Run hinter sich haben: Wir stehen nach wie vor am Anfang der weltweiten Digitalisierung. Nur rund 7 % der weltweiten Wirtschaft sind nach verschiedenen Berechnungen aktuell vollständig digitalisiert – ein gigantischer Markt, der sich mit nur wenigen Big Playern abdecken lässt. Die Aktien in diesem Bereich gehören für den modernen, langfristig orientierten Anleger zur Grundausstattung, weshalb folgende Titel in unser Buy and Hold Depot wandern:

  • Microsoft (USA, Software)
  • Alphabet (USA, Internet)
  • Amazon (USA, E-Commerce)
  • Tencent (China, Technologie)
  • Alibaba (China, E-Commerce)
  • Facebook (USA, Social Networks)
  • Apple (USA, Hardware & Software)
  • SAP (Deutschland, Technologie)

Branche 5: Finanzen & Versicherungen

Auch wenn die Kryptoszene das vielleicht etwas anders sieht: Die Wahrscheinlichkeit, dass konventionelle Banken in 50 Jahren vom Markt verschwunden sein werden, liegt bei knapp über 0 %. Zu wichtig sind die Dienstleistungen der Kreditinstitute für Staat und Gesellschaft. Aber auch Investment-Gesellschaften und Versicherungen, sowie Anbieter von Zahlungsdiensten gehören zur Finanzbranche und sollten daher auf keinen Fall in einem breit diversifizierten Portfolio fehlen. Die folgenden Werte eignen sich perfekt, um diesen Sektor in unserem Portfolio abzubilden:

  • JPMorgan Chase (USA, Bank)
  • Blackrock (USA, Vermögensverwalter)
  • Munich Re (Deutschland, Rückversicherung)
  • Allianz (Deutschland, Versicherung)
  • Berkshire Hathaway (USA, Versicherung & Holding)
  • UnitedHealth Group (USA, Lebensversicherung)
  • PayPal (USA, Zahlungsdienstleister)
  • Visa (USA, Kreditkarten)
  • Mastercard (USA, Kreditkarten)

 

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1 Kommentar
  1. SvenB sagt

    Ich finde die Auswahl der Aktien sehr gut und habe die meisten selbst im Depot. Bei den Technologie Aktien bin ich jedoch sehr vorsichtig. Ich habe Alibaba beim Kursrückgang gekauft, bei den anderen habe ich ein wenig kalte Füße und lasse lieber die Finger davon. Grund wird ja schon im Artikel angesprochen – Durch Corona ist viel Investmentkapital vorhanden, was in diesen Bereich geflossen ist. Ich denke nach Corona, wenn wieder mehr Geld in Lifestyle fließt, wird es dort zu Korrekturen kommen. Mir sind die Titel aktuell einfach zu teuer.

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