Analyse: Die Giganten der Pharmabranche im Detail

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Analyse zur Pharmabranche
Analyse zur Pharmabranche

Nicht erst seit Corona sind Unternehmen aus dem Bereich Pharmazie, Medizin und Health beliebt bei Aktionären. Unternehmen wie Johnson & Johnson, Pfizer und Bayer haben über Jahre hinweg gute Renditen erzielt und sind zum Teil deutlich besser gelaufen als der Gesamtmarkt.

Die Pharmabranche ist größtenteils in den USA beheimatet, aber auch in der Schweiz, in Deutschland und in anderen Ländern gibt es namhafte Vertreter dieses Sektors. Praktisch kein Anleger hat überhaupt kein Unternehmen aus dem Pharmabereich im eigenen Portfolio.

Die jüngsten Ergebnisse im Wettlauf um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs haben zu einer Rally verschiedener Titel geführt. Aber wie gut diversifiziert sind die einzelnen Konzerne und welches Unternehmen wird sich langfristig durchsetzen können? Unsere Analyse zeigt die Performance der Pharmabranche im Verhältnis zum Gesamtmarkt. Als Referenzindex dient der Vanguard 500 Index Investor ETF.

Johnson & Johnson, Pfizer, Bristol-Myers Squibb

blau: Johnson & Johnson; rot: Pfizer; gelb: Bristol-Myers Squibb

Drei der größten Pharmaunternehmen der USA teilen sich große Anteile des Marktes. Insbesondere der US-Gigant Johnson & Johnson überzeugt mit kontinuierlichem Wachstum, aber auch der US-Konkurrenz Pfizer schneidet besser ab als der Markt. Der dritte US-Gigant im Bunde, Bristol-Myers Squibb performt im Großen und Ganzen wie der Aktienmarkt.

Eli Lilly, Gilead Sciences, Amgen

blau: Eli Lilly; rot: Gilead Sciences; gelb: Amgen

Der US-Konzern Eli Lilly gehört zu den größten Arbeitgebern der USA. Das Unternehmen ist gut diversifiziert und performt minimal besser als der Gesamtmarkt. Gilead Sciences hatte als erstes Unternehmen weltweit eine Studie zum Corona-Impfstoff erfolgreich durchgeführt, der Chart zeigt langfristig eine starke Outperformance gegenüber dem Markt. Der US-Konzern Amgen performt ebenfalls sehr gut und schlägt den Markt gerade seit jüngster Vergangenheit.

GlaxoSmithKline, AstraZeneca, Novo Nordisk

blau: GlaxoSmithKline; rot: AstraZeneca; gelb: Novo Nordisk

Das britische Unternehmen GlaxoSmithKline verfügt eigentlich über eine breite Produktpalette, seit der Finanzkrise 2008 performt das Unternehmen aber deutlich schlechter als der Aktienmarkt. Dem gegenüber konnte sich der ebenfalls aus England stammende Konkurrenz AstraZeneca jüngst stark von der Marktentwicklung abheben. Der dänische Spezialist für Diabetesmittel namens Novo Nordisk ist nicht nur Anlegerliebling, sondern performt auch äußerst stark.

Novartis, Sanofi, Roche

blau: Novartis; rot: Sanofi; gelb: Roche

Der Pharmagigant aus der Schweiz namens Novartis läuft gut, insbesondere in den letzten Jahren konnte man sich jedoch nicht mehr vom Gesamtmarkt abheben. Der französische Konzern Sanofi schnitt sogar deutlich schlechter als der Markt ab – eine Trendumkehr ist aktuell aber wohl in Sicht. Überdurchschnittlich performt dagegen der Schweizer Konzern Roche, der nach Problemen wieder auf Kurs ist.

Fazit: Die Pharmabranche im Detail

Für Buy-and-Hold Anleger ist es praktisch unmöglich, ein gutes Depot ohne Werte aus dem Pharma-, Medizin- oder Health-Bereich zu konzipieren. Nicht nur die aktuellen Chancen durch den Corona-Impfstoff, sondern auch ein künftiger Fokus auf die Abwehr und Bekämpfung von Pandemien eröffnet den Unternehmen aus der Branche sehr gute Wachstumschancen.

Nicht alle Titel eignen sich für die Ewigkeit. Die Entwicklung neuer Medikamente ist unglaublich kostenintensiv und regulatorische Hürden müssen überwunden werden. Eine breite Produktpalette oder eine Vormachtstellung in einer bestimmten Behandlungsmethode helfen den Unternehmen aus der Pharmabranche, langfristig vorne mitspielen zu können.

In diesem Sektor gehören die Unternehmen Johnson & Johnson, Eli Lilly und AstraZeneca, sowie Novo Nordisk zu den Favoriten unserer Redaktion. Johnson & Johnson verfügt über eine breite Produktpalette, ebenso wie Eli Lilly. AstraZeneca ist gut diversifiziert und hat Vormachtstellungen in vielen Bereichen. Die Novo Nordisk Aktie dürfte auch künftig von der Volkskrankheit Diabetes in übermäßiger Höhe profitieren.

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