Wertpapierdepot

Wertpapierdepot

Das Wertpapierdepot ist die Basis Ihrer Geldanlage an der Börse. Mit diesem Depot werden die Wertpapiere verwaltet. Der Inhalt dieses Depots stellt Ihr Eigentum dar, abgegrenzt von anderen Wertpapieren, die der Depotverwalter noch hält. Das bleibt auch im Falle der Insolvenz des Depotverwalters so, falls Sie nicht im Kleingedruckten einer anderen Regelung zugestimmt haben. Darauf ist bei der Auswahl des Depots zu achten.

Deshalb unterliegt das Wertpapierdepot keiner Einlagensicherung, weil die Wertpapiere nicht Eigentum des Depotverwalters, sondern Ihr Eigentum sind. Wohl können aber einzelne Papiere im Depot einer Einlagensicherung unterliegen. “Papiere” ist heute übrigens nur noch in seltenen Fällen zutreffend. Meist geht es heute um Wertpapiere, die überhaupt nicht mehr auf Papier ausgedruckt, sondern nur noch buchmäßig verwaltet werden.

Wofür braucht man ein Wertpapierdepot?

Dieses Wertpapierdepot kann alle Arten der Kapitalanlagen enthalten. Dies können Aktien und Anleihen, aber auch Immobilienfonds und andere Kapitalanlagen sein. Die Geldanlage ist heute  sehr vielseitig, wenn auch nicht unbedingt gewinnbringender geworden. Gerade offene Immobilienfonds, einst eine sichere langfristige Standardanlage, sind durch die Finanzkrise in Verruf geraten, weil teilweise keine jederzeitige Rückgabe mehr möglich war.

Immobilienfonds sind aber nicht die einzige Form der Geldanlage. Sie können auch in anderen Fonds anlegen, was sich im Falle von Sparplänen anbietet. Dagegen können direkte Kapitalanlagen in Aktien oder Anleihen gewinnbringender sein, weil hohe Verwaltungsgebühren und Ausgabeaufschläge entfallen. Dafür benötigt man aber Informationen über die Börse, und die ihre Beschaffung kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

Wertpapierdepot eröffnen: So geht’s

Wie kommen Sie zu einem Wertpapierdepot? In Deutschland ist dies eine klassische Domäne der Banken. Da ist aber mit recht hohen Transaktionskosten und jährlich oder gar quartalsweise anfallenden Depotgebühren zu rechnen. Servicewüste Deutschland – im Mutterland der Aktienkäufer, den USA, muss man oft nur mit einem Bruchteil der Gebühren rechnen. Dies nützt aber nichts, wenn man vor allem mit deutschen Wertpapieren handeln möchte.

Jedoch gibt es inzwischen auch in Deutschland Direktbanken und Wertpapierbroker (diese befassen sich nur mit diesem Bereich), die Depots für die Geldanlage ohne Depotgebühren und mit niedrigeren Transaktionskosten anbieten. Für die Auswahl sollten Sie sich ein Musterdepot und die Transaktionen in einem Quartal auswählen und prüfen, wie hoch die Kosten im Einzelfall sind. In jedem Falle sollten Sie aber darauf achten, dass der Depotverwalter seriös ist und der Depotinhalt ausreichend versichert ist.

Was ist sonst noch zu beachten? Welche Form der Geldanlage bevorzugen Sie – Aktien oder Immobilienfonds, Kapitalanlagen in Anleihen oder Zertifikate, ausländische Wertpapiere oder Optionen? Nicht jeder Anbieter eines Wertpapierdepots bietet alles an; manche beschränken sich auf Deutschland oder verlangen für Auslandsgeschäfte hohe Transaktionsgebühren.