Hedgefonds & Investmentfonds: Gemeinsamkeiten & Unterschiede

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Hedgefonds oder Investmentfonds?
Hedgefonds oder Investmentfonds?

Aktienfonds gehören zu den beliebtesten Produkten für deutsche Anleger. Die Tatsache, dass das Kapital hier nicht selbst auf einzelne Titel aufgeteilt werden muss, gibt dem hohen Sicherheitsbedürfnis der meisten deutschen Anleger genug. Dabei peformen Aktienfonds zwar in der Regel langfristig nicht besser als der Markt – dennoch wird hier immer noch massiv Kapital investiert, das zum größten Teil von Privatanlegern stammt.

Diese Investmentfonds investieren in Wertpapiere, Edelmetalle, Immobilien und andere Assets – aber sie halten natürlich in unsicheren Zeiten auch Cash, um im Krisenfall ordentlich nachkaufen zu können. Dem gegenüber gibt es Hedgefonds, die meist für private Anleger nicht zur Verfügung stehen und für institutionelle Anleger zum größten Teil unreguliert hohe Gewinne erzielen sollen. Damit sind jedoch zum Teil auch hohe Verlustrisiken verbunden.

Aber was unterscheidet einen klassischen Investmentfonds / Aktienfonds eigentlich von einem Hedgefonds und wo liegen die Gemeinsamkeiten? In diesem Beitrag zeigt die Redaktion die wichtigsten Punkte zu diesen beiden Fondsmodellen und erklärt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Aktienfonds in Form von Investmentfonds und Hedgefonds.

Was sind Hedgefonds überhaupt?

Hedgefonds sind Unternehmen, deren Unternehmenszweck in der Spekulation liegt. Von traditionellen Fonds unterscheiden sich Hedgefonds in erster Linie dadurch, daß sie für ihre Investitionen alle Arten von Finanzprodukten, also z.B. auch hochspekulative Optionsscheine oder Futures, nutzen dürfen. Moderne Hedgefonds haben jedoch mit den klassischen Hedgefonds früherer Zeiten nur noch wenig gemein. Heutzutage sind Hedgefonds eigenständige Anlageinstrumente mit unterschiedlichen Risikoprofilen und Strategien. Hedgefonds haben den Anspruch bei steigenden wie auch fallenden Kurse für die Hedgefonds-Investoren Gewinne zu erzielen.

Die meisten Hedgefonds sind Kommanditgesellschaften nach amerikanischem Recht bzw. sogenannte Offshore-Gesellschaften. Ansässig sind diese Fonds zumeist in steuerlich begünstigten Ländern, wie den Bahamas, Gibraltar oder den britischen Kanalinseln. Das Management dieser Hedgefonds sitzt jedoch in der Regel in den weltweiten Finanzzentren wie New York, Frankfurt usw., um somit näher am eigentlichen Geschehen zu sein.

In Deutschland waren Hedgefonds bis 2004 grundsätzlich nicht zugelassen. Durch das neue Investment-Modernisierungsgesetz ist seit 2004 der Vertrieb von Hedge-Dachfonds unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Da das Investitionsrisiko bei Hedgefonds relativ hoch ist, genauso allerdings auch die Gewinnchancen, muß der Anbieter eines Hedge-Dachfonds darauf in seinen Prospekten und Informationsmaterialien explizit hinweisen.

Mit den in Deutschland zugelassenen Hedge-Dachfonds besteht nun die Möglichkeit auch bei fallenden Märkten Gewinne zu realisieren, sofern man bereit ist ein gewisses Risiko einzugehen. Auch bei den in Deutschland zugelassenen Hedge-Dachfonds besteht schließlich die Gefahr des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals, jedoch genauso die Chance auf außergewöhnliche Gewinne.

Hedgefonds kaufen als Privatanleger?

Auch bei Hedgefonds fallen in der Regel Ausgabeaufschläge beim Kauf an. Auch hier besteht die Möglichkeit auf den Ausgabeaufschlag einen Rabatt von bis zu 100 % bekommen. Die einfachste Möglichkeit dafür besteht darin, Hedgefonds über professionelle Fondsvermittler zu erwerben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die meisten richtigen Hedgefonds für Privatanleger aus regulatorischen Gründen überhaupt nicht offen stehen.

Wer dennoch einen Fonds findet, bei dem er investieren kann, der sollte die Kosten und Gebühren im Auge behalten. Bei einem Ausgabeaufschlag von 5 % und einer Anlagesumme von 10.000 Euro macht dies zum Beispiel bereits eine Ersparnis von 500 Euro aus. Daher sollte man vor der Investition in einen Hedgefonds auch genau prüfen, wo man am günstigsten die Möglichkeit zu einem Einstieg in den gewünschten Hedgefonds bekommt.

Was sind Investmentfonds / Aktienfonds?

Investmentfonds sind spezielle Fonds: das verbriefte Sondervermögen in Investmentzertifikaten, also Anteilsscheinen einer Kapitalanlagegesellschaft. Der Käufer eines Fonds erwirbt somit einen bestimmbaren Anteil am Fondsvermögen und wird an dessen Gewinn beteiligt.

Man unterscheidet nach offenen und geschlossenen Fonds. Die große Mehrheit der Fonds sind offene Fonds. Bei offenen Fonds ist die Zahl der auszugebenden Zertifikate nicht festgelegt, es können also ständig neue Fondsanteile verkauft werden. Die Einnahmen aus den Verkäufen der Fondsanteile werden durch die Kapitalanlagegesellschaft in das Fondssondervermögen investiert. Offene Fonds sind börsentäglich handelbar.

Bei geschlossenen Fonds ist die Zahl der auszugebenden Fondsanteile von Beginn an festgelegt. Sie ist an ein feststehendes begrenztes Sondervermögen gebunden. In Deutschland gibt es als geschlossene Fonds fast ausschließlich Immobilienfonds. Andere geschlossene Fonds investieren z.B. in Schiffe oder Filme. Durch die eingeschränkten bzw. abgeschafften Möglichkeiten der Verlustzuweisungen beim Fondserwerb, die genutzt wurden um Steuern zu sparen, ist das derzeitige Interesse an geschlossenen Fonds hierzulande gesunken, obwohl es immer noch Möglichkeiten gibt darüber Steuern zu sparen.

Geld anlegen mit einem Investmentfonds?

Fonds sind eine ideale Geldanlagemöglichkeit für Anleger mit kleinen Beträgen ihr Geld sinnvoll in allen Anlagebereichen anzulegen. Die Anlegergelder zählen zum Sondervermögen der Kapitalanlagegesellschaft und der Depotbank. Sie sind somit auch bei einem Konkurs der KAG oder Depotbank geschützt. In Deutschland unterliegen alle Fonds der Genehmigung und Aufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Eine weitere Unterscheidungsart von Investmentfonds ist die Unterscheidung nach der Art des Investments des Fonds. Hier unterscheidet man nach:

  • Aktienfonds
  • Rentenfonds
  • Immobilienfonds
  • Schiffsfonds
  • Geldmarktfonds
  • Hedgefonds
  • Dachfonds
  • Garantiefonds
  • Indexfonds
  • Medienfonds
  • Ökofonds
  • Laufzeitfonds

Eine allgemeine Empfehlung in welchen Fonds man investieren sollte, kann man nicht abgeben. Zu verschieden sind die einzelnen Fondsanlagen, als das pauschale Empfehlungen möglich und sinnvoll wären.

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