Börsenwoche KW 38: Die Woche an der Börse

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Während es in der 37. Kalenderwoche noch größtenteils positive Entwicklungen an den globalen Kapitalmärkten gab, kehrte sich dies in der 38. Woche um.  Dies liegt vor allem an den ausgebliebenen Finanzspritzen der US-Notenbank FED, welche von Marktteilnehmern erwartet wurden.

Aktien

Börsenwoche: Die Woche im Überblick
Börsenwoche: Die Woche im Überblick

Der deutsche Leitindex DAX ging am Freitag nach einer schwachen Woche mit -1,33% aus dem Handel. Er befindet sich zwar weiterhin über der technisch wichtigen 13.000er Marke, jedoch hat sich der Vorsprung gegenüber dieser deutlich verringert. So steht der Index derzeit wieder bei 13.116 Punkten. Einen größeren Kursverlust des DAX konnten die Gewinner der 38. Kalenderwoche noch verhindern.

Zu diesen gehörten dieses Mal Covestro (+9,0%), Merck (+3,9%) und Bayer (+3,3%). Die starke Wochenbilanz des Kunststoffherstellers Covestro, welcher in der Coronakrise in einigen Geschäftsbereichen sogar Wachstum verzeichnete, beruht auf aufgekommenen Übernahmegerüchten durch den Private-Equity-Investor Apollo. Die Hauptträger der negativen Performance des DAX waren dafür Volkswagen (-3,6%), RWE (-3,9%) und die Deutsche Börse (-5,2%).

Auch der S&P 500 in den USA hat in dieser Woche den Rückwärtsgang eingelegt. Treiber dieser Entwicklung waren erneut die schwachen Techtitel. Der Techindex Nasdaq 100 hat daher sogar über 3% verloren und steht damit rund 1.500 Punkte tiefer als noch vor zwei Wochen. Der S&P 500 hingegen verlor ebenfalls 1,86% und landete auf dem Stand von 3.319 Punkten.

Die Topwerte der Woche hießen in dieser Woche General Electric (+15,6%), Diamondback Energy (+14,0%) und Occidental Petroleum (+14,0%). Die beiden letzten Unternehmen profitierten vor allem von einem wieder gestiegenen Ölpreis. Nach unten gezogen wurde der Index hingegen von den Aktien der Illumina (-15,6%), Carnival (-13,5%) und Coty (-13,1%).

An den asiatischen Börsen zeigt sich zwar ein ähnliches Bild wie an den westlichen Märkten, jedoch in deutlich abgeschwächter Form. Der Hang Seng verlor so nur 0,46% und sank auf den Stand von 24.455 Punkten. Der Nikkei in Japan gab 0,81% ab und stand vor dem Wochenende bei 23.360 Zählern.

Anleihen & Zinsen

Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen hat sich in dieser Woche nur marginal verändert. Während die Papiere vor einer Woche noch mit -0,480% rentierten, so liegt die Rendite nun etwas niedriger bei -0,486%.

In den USA gab es hier etwas stärkere Bewegungen. Die Treasuries der US-Amerikaner rentieren etwas höher. Die Rendite kletterte von 0,669% auf 0,697%. Der Zinsspread zwischen den USA und Deutschland liegt damit etwas höher bei 1,183%.

Öl & Gold

Der Ölpreis konnte nach der temporären Schwäche der letzten Monate in dieser Woche wieder eine sehr gute Performance erzielen. Der Preis für ein Barrrel Brent kletterte um ganze 8,17% nach oben. Bei dem Preis von 42,08 USD pro Barrel blicken Anleger wieder auf einen größtenteils erholten Ölpreis nachdem zwischenzeitlich ein Tief von ca. 38 USD erreicht worden war.

Der Goldpreis hingegen hat eine sehr durchwachsene Woche hinter sich, in welcher er im Bereich zwischen 1.935 und 1.970 USD hin- und herpendelte. Zum Wochenende verzeichnete der Goldpreis nichtsdestotrotz einen Zuwachs von 0,52% und beendete den Handel bei 1.950 USD pro Feinunze.

Zahl der Woche: 9 Jahre und 2 Monate

Vor so langer Zeit fand die letzte Zinsanhebung in der Eurozone statt. Damals wurde der Leitzins von 1,25% auf 1,50% angehoben, daraufhin folgten lediglich Zinssenkungen. Die starken Zinssenkungen am Höhepunkt der Finanzkrise läuteten die derzeitige Niedrigzinsphase ein, aus welcher sich auf absehbare Zeit kein Ausweg eröffnet.

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