Börsenwoche KW 37: Die Woche an der Börse

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Die KW37 war an den Kapitalmärkten mit einer im Großen und Ganzen positiven Entwicklung versehen. Allerdings konnten sich die in den vergangenen Wochen stark unter Druck geratenen Techwerte nur leicht erholen. So liegt der Nasdaq 100 weiterhin etwa neun Prozent unter seinem Allzeithoch.

Aktien

Börsenwoche: Die Woche im Überblick
Börsenwoche: Die Woche im Überblick

Der DAX hingegen konnte die Marke von 13.000 Punkten überschreiten. So landete er zum Handelsschluss am Freitag auf den Stand von 13.203 Punkten und beendete die Woche mit einer Performance von +1,80%. Besonderen Rückenwind für den Index hatten die Autowerte geliefert. Da der Bund weitere Hilfsprogramme für die Branche prüfen will, stiegen deren Titel besonders stark.

So zählten in dieser Woche die Aktien von Daimler (+7,0%), Henkel (+6,0%) und Vonovia (+5,8%) zu den Top 3 Titel der Woche. Den Profiteuren möglicher Absatzprämien standen hingegen die Unternehmen Deutsche Bank (-4,0%), MTU Aero Engines (-1,3%) und Continental (-0,9%) gegenüber. In einer relativ starken Börsenwoche mussten diese Titel einen Teil an Kursgewinnen der vergangenen Erholung wieder abgeben.

Die starke Entwicklung an den europäischen Börsen konnte der US-Index S&P 500 nicht nachvollziehen. So steht der Index am Freitag um 0,10% niedriger, da die schwache Performance der FAANG-Schwergewichte den Index belastet. Aus diesem Grund notierte der S&P 500 am Freitagabend bei 3.341 Punkten.

Zu den Topwerten der Woche gesellte sich das Unternehmen Tapestry (+10,9%) vor Under Armour (+8,5%) und Newell Brands (+6,9%). Am unteren Ende des Indizes finden sich die Titel Apache (-18,6%), Howmet Aerospace (-17,0%) und Diamondback Energy (-16,6%). Apache und Diamondback Energy mussten vor allem wegen des erneut unter Druck geratenen Ölpreises deutlich an Marktwert abgeben.

Das Bild in Asien ist durchwachsen. So konnte der Hang Seng nicht zu den westlichen Börsen aufschließen und verabschiedete sich -0,48% und einem Stand bei 24.503 Punkten aus dem Handel. Der Nikkei 225 aus Japan hingegen konnte mit einer Performance von +1,33% und einer Notierung bei 23.406 Punkten auf Jahressicht die Verlustzone sogar wieder verlassen.

Anleihen & Zinsen

Die deutsche Staatsanleihen konnten in dieser Woche ebenfalls Kursgewinne verbuchen. Die Seitwärtsbewegung der Rendite zwischen -0,550% und -0,400% geht jedoch weiter. So sank die Rendite von -0,464% wieder auf -0,480% ab.

Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei den US-amerikanischen Treasuries zu erkennen. Die Rendite sank vom Niveau der Vorwoche bei 0,7213% relativ stark. So rentieren die Papiere derzeit mit 0,669%. Der Zinsspread zwischen den beiden Staatsanleihen zehnjähriger Laufzeit beträgt dadurch 1,149%.

Öl & Gold

Wie bereits bei den US-Aktien erwähnt gab der Ölpreis zu Beginn der Woche deutlich nach. So notierte das Barrel Brent am Dienstag etwa sechs Prozent niedriger als letzten Freitag. Im Laufe der Woche konnte sich der Preis wieder erholen, jedoch bleibt in der 37. Kalenderwoche trotzdem noch ein Minus von 3,67% stehen. Der Ölpreis notiert daher aktuell bei 38,90 USD pro Barrel Brent.

Nachdem der Goldpreis seit dem Allzeithoch bei etwa 2.063 USD deutlich Federn lassen musste, konnte in dieser Woche eine kleine Erholung beim Edelmetall stattfinden. Der Goldpreis stieg um 0,40% und landete zum Wochenende bei 1.942 USD pro Feinunze.

Zahl der Woche: -27,3 %

Das ist die YTD-Performance des spanischen Leitindex IBEX35. Von einer steilen Erholung nach dem Tiefpunkt an den Kapitalmärkten um den 18. März herum, wie sie beispielsweise in Deutschland stattfand, ist hier nichts zu sehen. Stattdessen dümpelt der IBEX35 langsam vor sich hin, zählt damit zu den schwächsten europäischen Aktienmärkten und kann mit seiner Entwicklung im Jahr 2020 sogar die schwachen Italiener unterbieten.

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