Börsenwoche KW 36: Die Woche an der Börse

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In der letzten Woche haben die Aktienmärkte deutlich negativ korrigiert. Besonders die Techwerte in den USA, welche im Nasdaq 100 Index enthalten sind, haben in der Kalenderwoche 36 deutlich nachgegeben. Darunter befinden sich auch die FAANG Aktien Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google (Alphabet).

Aktien

Börsenwoche: Die Woche im Überblick
Börsenwoche: Die Woche im Überblick

Der deutsche Leitindex hat setzt mit einer schwachen Performance seinen seitlichen Verlauf fort. Er musste in der Woche ein Minus von 1,88% verzeichnen und stand am Freitag um 17:30 Uhr bei 12.843 Punkten. Damit schloss er erneut unter der wichtigen psychologischen Marke von 13.000 Punkten. Die besten Titel im DAX waren in dieser Woche die Aktien der Unternehmen Covestro (+8,7%), Adidas (+3,8%) und Continental (+3,0%).

Der Spitzenreiter Covestro hat somit erneut von der Bekanntgabe von Wachstum in einigen Geschäftsfeldern deutlich profitiert. Auf der Verliererseite standen dieses Mal die Deutsche Börse (-5,7%), RWE (-5,2%) und SAP (-4,9%). Damit reihte sich die SAP unter die weltweit stark unter Druck gekommenen Techwerte ein.

Der S&P 500 hatte ähnliche schwache fünf Börsentage hinter sich gebracht. Zwischenzeitlich verlor der 500 Titel starke US-Index bis zu 4,3%. Diese Entwicklung konnte gegen Ende der Börsenwoche jedoch durch die Schnäppchenjagd der Anleger jedoch wieder teilweise ausgeglichen werden.

Der Index beendete die Woche nichtsdestotrotz mit einem Abschlag von 2,18% und schloss damit auf dem Stand von 3.427 Punkten vor dem verlängerten Labor-Day-Wochenende in den USA. Zu den Gewinnern konnten sich PVH (+10,8%), Brown-Forman (+8,9%) und Carnival (+7,7%) zählen. Bei den Verlierern der Woche trifft man auf die Aktien von Hollyfrontier (-11,6%), Diamondback Energy (-11,5%) und Fortinet (-10,0%).

Auch in Asien gab es eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Der Hang Seng schloss den Wochenhandel mit einem Minus von 1,98% bei 24.590 Punkten. Der japanische Nikkei 225 hingegen musste starke Kursgewinne von bis zu 2,0% in der Wochenmitte beinahe wieder komplett abgeben und beendete die Woche mit +0,48% bei 23.090 Punkten.

Anleihen & Zinsen

Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bunds nahm dahingegen durch Kursgewinne ab. So rentieren sie im Vergleich zur Vorwoche nicht mehr mit -0,404%, sondern stehen bei -0,464% per annum.

Die Rendite der US-Treasuries hingegen reagierte kaum auf die Ereignisse an den Aktienmärkten. Sie bewegte sich nur marginal nach unten. So rentieren die Papiere nun bei 0,7213% statt 0,7244% in der KW35. Der Zinsspread zwischen den USA und Deutschland ist damit wieder etwas größer geworden und beträgt 1,1853%.

Öl & Gold

Durch den starken Preisverfall an den Aktienmärkten kam auch zunehmend der Ölpreis unter Druck. Aus dem Handel ging das schwarze Gold mit einem Minus von 10,66% und landete damit auf dem niedrigsten Stand seit Ende Juni. Der Preis pro Barrel Brent steht aktuell bei 40,88 USD.

Untypisch für das eigentlich mit den Aktienmärkten negativ korrelierende Edelmetall Gold sank auch dieses deutlich. Am Ende der Woche stand ein Preisverfall von 1,77% auf dem Chart und der Preis fiel auf 1.933 USD pro Feinunze. Damit setzt sich auch hier der Seitwärtstrend zwischen ca. 1.900 und 2.000 USD je Feinunze fort.

Zahl der Woche: 1,1903

Das war der Stand zum Freitag beim Währungspaar EUR/USD. Das heißt, für einen Euro erhalten Anleger beim Devisentausch 1,1903 USD. In den Monaten April und Mai lag der Kurs hier noch bei nur 1,08, was die starke Abwertung des US-Dollar zum Euro veranschaulicht. Seit Jahresbeginn steht sogar ein Minus von 5,42% für den Dollar zu Buche. Diese Entwicklung ist für Anleger in US-Aktien alles andere als erfreulich, denn der Preisverfall der Währung schmälert die starke Entwicklung der Aktien in den USA. Der derzeitige Kurs könnte jedoch bei einigen Investoren wieder Gedanken über einen vergünstigten Einstieg oder etwaige Nachkäufe in der Währung wecken.

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