Börsenwoche KW 34: Die Woche an der Börse

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Die 34. Kalenderwoche an den globalen Kapitalmärkten war relativ durchwachsen und von größeren Schwankungen an den Aktienmärkten geprägt. Während Europa zum Wochenende in den roten Zahlen gelandet ist, steigen die US-Börsen auf neue Allzeithochs und spiegeln damit die Tech-Euphorie von immer mehr an den Märkten einsteigenden Privatinvestoren wieder.

Aktien

Börsenwoche: Die Woche im Überblick
Börsenwoche: Die Woche im Überblick

Der Leitindex in Deutschland scheiterte in dieser Woche erneut an der Marke von 13.000 Punkten, welche im August bereits mehrere Male getestet worden war. Es folgte ein Kursrückgang über -1,16%. So beendet der DAX seine Woche auf dem Stand von 12.765 Punkten. Fraglich ist hier, ob sich in den nächsten Wochen dadurch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbildet oder es der Index doch noch nachhaltig über die 13.000er Marke schafft.

Zu den Aktien mit den dunkelgrünsten Vorzeichen zählten dieses Mal Covestro (+6,6%), Deutsche Wohnen (+2,0%) und Infineon (+1,9%). Laut Aussagen des CEOs von Covestro verzeichnet der Chemiekonzern in diesem Jahr in einigen Geschäftsfeldern sogar Wachstum. Auf der Verliererseite der Woche stehen im DAX die Unternehmen Continental (-5,9%) , RWE (-5,1%) und Wirecard (-4,5%). Letzteres hatte am Freitag seinen letzten Auftritt im deutschen Leitindex, da ab Montag der Lieferdienst Delivery Hero für das insolvente Unternehmen aufsteigt.

Im Gegensatz zu den schwachen europäischen Aktienmärkten konnte der US-Index S&P 500 in dieser Woche ein Wachstum von +0,36% verzeichnen. Damit markiert das breit gestreute Börsenbarometer einen neuen Höchststand. Das heißt, der Index steht heute höher als vor der Coronakrise. Mit einer derart starken Nachricht blieb der Index jedoch knapp unter der Marke von 3.400 bei 3.397 Punkten.

Besonders stark konnte der Index von den weiter zulegenden Tech-Titeln profitieren, die eine sehr hohe Index-Gewichtung ausmachen. Die Gewinner der Woche waren L Brands (+12,9%), Target Corp (+12,7%) und Nvidia (+9,5%). Die Flops waren dieses Mal Kohl’s Corp (-19,2%), Jack Henry (-14,7%) und Devon Energy (-13,9%) .

Die asiatischen Börsen bescherten Anlegern in dieser Woche ebenso wenig Freude wie die europäischen. Der Hang Seng schloss zwar mit -0,39% auf dem Stand von 25.114 Punkten nur leicht im Minus, der Nikkei jedoch sackte deutlich ab. Dieser beendete die 34. Woche mit einem Minus von -1,22% und dem Stand von 22.920 Punkten.

Anleihen & Zinsen

Nach der schwachen Vorwoche für deutsche Staatsanleihen stabilisierten sich diese in dieser Woche wieder etwas. Die Rendite von zehnjährigen Bunds fiel damit von -0,413% auf -0,508% ab, wodurch sie ungefähr wieder auf Niveau der Woche rentieren.

Die Treasuries konnten den starken Kursverfall in der letzten Woche nicht ganz ausgleichen, jedoch fiel auch hier die Rendite wieder etwas ab. So dürfen sich Anleger bei den zehnjährigen Anleihen über 0,6363% p.a. freuen. Der Zinsspread zwischen Deutschland und den USA fällt somit leicht auf 1,1443% ab.

Öl & Gold

Das schwarze Gold hat in dieser Woche wieder etwas nachgelassen. Der Preis für ein Barrel fiel um -2,60% auf 43,84 USD. Trotz dieses Kursverlusts scheint der Seitwärtstrend im Brent jedoch weiterhin in Takt.

Zur Mitte der Woche konnte das Gold die Verlust aus der letzten Woche zwar teilweise wett machen, jedoch ging es ab dem Niveau von 2.010 USD wieder deutlich abwärts. So beendete das Edelmetall die Woche mit einem Minus von -0,37% mit einem Preis von 1.939 USD pro Feinunze und damit wieder deutlicher unter dem psychologischen Widerstand von 2.000 USD.

Zahl der Woche: 2.000.000.000.000 USD

So hoch ist die derzeitige Marktkapitalisierung des weltgrößten börsengelisteten Unternehmens. Apple ist nur zwei Jahre nach dem Überschreiten der Grenze von 1 Billion USD nun bereits 2 Billion USD wert. Ganz ungerechtfertigt ist das laut vielen Analysten trotzdem nicht. Der Konzern mit dem Apfel-Logo macht einen jährlichen Nettogewinn von knapp 60 Mrd. USD und konnte trotz der Situation um COVID-19 ein Wachstum im ersten Halbjahr 2020 verzeichnen.

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