Börsenwoche KW 33: Die Woche an der Börse

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Die globalen Aktienmärkte konnten den positiven Trend der Vorwoche vorerst beibehalten. So konnten die großen Leitindizes beinahe überall an Punkten zulegen. Die immer weiter ansteigenden Fallzahlen von COVID-19 in Deutschland und eine daraus möglicherweise resultierende zweite Infektionswelle machten den Börsen in der Kalenderwoche 33 noch keine Angst.

Aktien:

Börsenwoche: Die Woche im Überblick
Börsenwoche: Die Woche im Überblick

Der DAX konnte diese Woche erneut zulegen, jedoch scheiterte an dem Versuch, die Marke von 13.000 Punkten zu durchbrechen. Zum Freitag lag der Index mit 12.901 Zählern bei einem wöchentlichen Plus von 1,34%. Hier könnte es aus technischer Sicht im nächsten Monat spannend werden, da ein erneutes Scheitern an den 13.000 Punkten ein negatives Signal für den Markt darstellen würde.

Bei den Gewinnern der Woche dürfen sich die Unternehmen Continental (+14,2%), Adidas (+6,6%) und BMW (+6,0%) freuen. Auf der Verliererseite finden sich diesmal die Wirecard (-24,5%), Deutsche Wohnen (-1,6%) und SAP (-1,4%). Für den herben Kursverlust bei der Wirecard dürfte die Entscheidung der Börse, Delivery Hero bereits ab dem 24. August für den insolventen Zahlungsdienstleister in den DAX zu bringen, ausschlaggebend gewesen sein.

Auch der S&P 500 stand in dieser Woche kurz vor einer besonderen Marke. So scheiterte er nur knapp an den 3.385 Punkten aus dem Frühjahr vor der Coronakrise. Am Ende der Woche stand dennoch ein positives Vorzeichen auf dem Papier. So gewann der Index +0,33% hinzu und befindet sich somit bei 3.373 Punkten.

Besonders profitiert von der Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff gegen das Virus haben die Aktien von Royal Caribbean Cruises (+16,1%), Wynn Resorts (+14,7%) und MGM Resorts (+14,6%). Auf der roten Seite des Indizes blieben die Unternehmen Cisco Systems (-10,4%), Arista Networks (-7,9%) und Newmont Corporation (-7,3%).

Die unterdurchschnittliche Performance der Börse in Hong Kong konnte der Hang Seng in dieser Woche ausgleichen und kletterte stark um +3,31% auf den Stand von 25.183 Punkten. Der japanische Leitindex Nikkei verteuerte sich nach der bereits guten Vorwoche erneut um +3,34% und beendete den Handel am Freitag bei 23.289 Punkten.

Anleihen & Zinsen:

in der 33. Kalenderwoche sind die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen sehr stark angestiegen und konnten den Stand von letzten Freitag bei -0,503% deutlich hinter sich lassen. Aufgrund der gefallenen Kurse rentieren die Papiere nun mit -0,413%.

Noch deutlicher war die Bewegung bei den Treasuries in den USA. Deren Rendite stieg von 0,5331% auf ganze 0,7094% an. Durch diese für den Markt für Staatsanleihen heftigen Bewegungen hat sich die Zinsdifferenz zwischen Bunds und Treasuries auch auf 1,1224% ausgedehnt.

Öl & Gold:

Für das Öl war es eine relativ durchwachsene Woche ohne klare Impulse in eine bestimmte Richtung. Der Preis für ein Barrel Brent pendelte zwischen 43,6 und 45,2 USD und beendete die Woche schließlich bei 44,96 USD pro Barrel. Damit konnte trotzdem ein Preiszuwachs von +0,97% verzeichnet werden.

Beim Gold hingegen gab es aufgrund der stark gestiegenen Renditen am Anleihemarkt einen deutlichen Abverkauf. Am Mittwoch brach das Edelmetall sogar auf ca. 1.870 USD pro Feinunze ein, was auf Wochensicht gesehen -8% entspricht. In der zweiten Wochenhälfte konnte sich der Preis jedoch wieder etwas erholen, womit zum Handelsschluss ein Stand von 1.944 USD und ein Wochenminus von -4,16% verbucht wurden.

Zahl der Woche: 200 Prozent

Das deutsche Biotech-Unternehmen CureVac konnte diese Woche ein gelungenes Debüt an der Nasdaq in New York feiern. Das Interesse der Investoren war so groß, dass der Kurs der Aktie am ersten Tag zwischenzeitlich um 200% anstieg. Das Unternehmen, an welchem unter anderem SAP-Mitgründer Dietmar Hopp und die Bundesregierung beteiligt sind, ist führend in der Forschung nach einem Impfstoff gegen COVID-19.

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